Mittwoch, 28. Juli 2010

David Binney's Anacapa

Anacapa ist ein Wort aus der Eingeborenen-Sprache der Indianer aus der Gegend in Kalifornien, wo David Binney aufwuchs. Für das Anacapa-Projekt arrangierte Binney eine Verbindung von älterem Material und neueren Kompositionen. "There is al lot of harmonic movement", sagt der Saxofonist dazu. Als "Entdeckung ersten Ranges" (Jazzman, Frankreich) wurde 2001 das Debütalbum von David Binney gefeiert. Das Erstlingswerk wurde mit Auszeichnungen vom britischen "Guardian" und dem für viele Jazzfans noch immer als erste Referenz geltenden "Downbeat Magazine" bedacht. Der in New York lebende kalifornische Saxophonist Binney hat einen besonderen Sinn für elegante Linien und für ausgefeilte Dramaturgie in seinen Kompositionen, die viel Freiraum für Soli seiner Mitmusiker lassen. Und die haben es in sich: Trompeter Ambrose Akinmusire ist Gewinner des prestigeträchtigen Thelonious Monk Institute of Jazz, Gitarrist Wayne Krantz ist ein gefragter Sideman (u.a. mit Billy Cobham, Steely Dan und Michael Brecker) und über die brasilianische Sängerin Gretchen Parlato sagt kein geringerer als Wayne Shorter: "There’s no one out there like Gretchen." Und Herbie Hancock meint: "A singer with a deep, almost magical connection to the music."

David Binney, as
Ambrose Akinmusire, tp
Gretchen Parlato, voc
Wayne Krantz, g
Craig Taborn, p
Eivind Opsvik, b
Dan Weiss, dr

 

 

FLY: Jeff Ballard, Larry Grenadier, Mark Turner

Wenn sich Musiker von solcher Qualität zu einem Trio zusammenfinden, ist das Ergebnis zunächst von Grund auf interessant. Wenn sich noch dazu die Auffassungen von Spiel und Herangehensweise derart gut ergänzen, dann haben wir es mit einer musikalischen Wunderwaffe zu tun. Alle drei Mitglieder von FLY – Mark Turner, Larry Grenadier sowie Jeff Ballard – werden weltweit als führende Köpfe einer neuen Musikergeneration bezeichnet. Hört man, wovon in den Jazz-Medien die Rede ist, erschliessen sich die am häufigsten auftauchenden Begriffe wie von selbst. Von „Vielschichtigkeit“ wird immer wieder geschrieben. Diese bezieht sich auf die Deutungs- und Rezeptionsmöglichkeiten, die das Spiel von FLY den Zuhörern lässt. Nicht nur deshalb ist der Name des Trios mehr als passend gewählt.

Mark Turner, ts
Larry Grenadier, b
Jeff Ballard, dr